personalheader01.jpg mois-Blog - Beginn der Ameisensäurebehandlung

Beginn der Ameisensäurebehandlung Print This Post

5. August 2011
Das ist Eintrag 12 in der Serie "Bienenkiste".

Jetzt, nach der Honigernte, ist im Honigraum der Bienenkiste wieder Platz. Gelegenheit für die Behandlung des Schwarms mit verdunstender Ameisensäure. Mit Hilfe des „Nassenheider Verdunsters“ geht es gegen die Varroamilbe, die sich vor allem an Drohnenlarven, aber auch allen anderen Bienen im Stock, festbeißt, ähnlich einem Blutegel beim Säugetier. Bei gleicher Proportion hätte ein entsprechender “Blutegel” beim Menschen die Größe eines blutsaugenden Kaninchens. Unbehandelte Bienenvölker werden durch den Milbenbefall in der Regel so geschwächt, dass sie es nicht über den Winter schaffen. Leider kann ich nicht zählen, wie viele Milben durch die Behandlung abfallen, da der Plastikvarroaboden aus dem Imkerladen nicht zwischen die Unterkante der Wabenwände und den Boden der Kiste passt. Vielleicht baue ich für die nächste Saison einen speziell für die Bienenkiste konstruierten Varroaboden.

Im Bienenlabor beim Befüllen des Nassenheider Verdunsters mit 60%iger Ameisensäure Der Verdunster kommt von hinten in die Bienenkiste Eine Plastikfolie und das Verdunstungsvlies liegen unter

Organische Säuren wie Ameisen- oder Oxalsäure (für die Restentmilbung im Winter) sind im Gegensatz zu anderen Behandlungsmitteln nicht fettlöslich. Sie hinterlassen daher keine Rückstände, die sich vor allem im Bienenwachs anreichern und bei einer hohen Konzentration im Wachs auch die Honigernte belasten könnten. Damit die Säure nicht direkt in den Honig geht, findet der Einsatz nach der Honigernte statt.

Im Gegensatz zur hiesigen Bienen können die Bienen aus dem Herkunftsgebiet der Varroamilbe, die asiatischen Honigbienen, die Parasiten erkennen, beißen ihnen dann die Beine ab und töten sie so. Diese angeborenen varroabekämpfenden Eigenschaften und Verhaltensmuster der asiatischen Honigbienen versucht man bei den europäischen stärker auszuprägen oder nachzuzüchten, damit die Bienenvölker weniger oft behandelt werden müssen. Bisher ist ein wissenschaftlich nachgewiesener Durchbruch bei diesem Vorhaben noch nicht zustande gekommen. Da es Befürchtungen über die Herausbildung von Resistenzen bei den Milben gegen etablierte Behandlungsmethoden gibt, handelt sich dabei um Rennen gegen die Zeit.

Series Navigation<< HonigernteErnte gut, alles gut >>


1 Comment

  1. mois wrote:

    Erste Kontrolle einen Tag nach der Aufstellung des Verdunsters: Innerhalb von knapp 24 Stunden sank der Stand von 200ml auf 175ml und liegt damit genau im Soll.

    Posted 06 Aug 2011 at 22:31:31

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *