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Tag Archives: Militärrituale

Ohne mich!

via reddit.com

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Gauck, du Feigling [1], halt’s Maul! Auf jeden Fall, was Dein „wir“ angeht, mit dem Du kriegstreiberisch neulich ausgerechnet am Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen gegen Russland hetzt. Ich erinnere an Deinen O-Ton: „Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen.“ (Quelle) Was soll denn das heißen? Wie anders soll ich das verstehen, denn als rhetorische Vorstufe zum „ab heute wird zurückgeschossen“? Normalerweise verzichte ich auf derartige Klarstellungen, weil ich da ja aus dem Klarstellen gar nicht mehr rauskäme. Diesmal mach ich eine Ausnahme. Dein „wir“: Ohne mich! Zieh ohne mich in den Krieg. Den Rest Deiner Faktenverdrehungen alleine in dieser Rede hat bereits dankenswerterweise ein anderer auf den nachdenkseiten auseinandergenommen. Aber zurück: Wer soll das eigentlich sein, dieses „Wir“? Wenn du so ehrlich wärst, wie du immer tust, würdest du eher „ich“ sagen. Aber klar, dann fällts ja auf, was das für eine mickrige Bande ist, die sich da ständig anmaßt, für „alle“ zu sprechen. Weiterlesen

Zu Protokoll: die aktuellen Militarisierungsschritte

Ehrenkreuz bei ebayDas Ehrenmal hinter dem Bendlerblock ist fast fertig gebaut, großes Gelöbnis vor dem Reichstag, erste Verleihung des neuen Tapferkeitsordens und erstmals Beerdigung mit militärischen Ehren für ausdrücklich „Gefallene“ der Bundeswehr. Immerhin bekommt „Verteidigungsminister“ Jung von zivilcouragierten HumanistInnen und AntimilitaristInnen noch Sandalen hinterhergeworfen, der Orden wurde gleich bei ebay verscheuert, Titanic erweitert die Produktpalette im Zusammenhang mit militärischen Ehrenzeichen und sogar die FTD machte eine Fotoserie zum erweiterten BW-Klimbim mit kritischen Zwischentönen.

Ebenfalls endlich erschienen, ein Buch fertiggemacht zusammen mit Henrik Lebuhn: „Tapfer zu verteidigen!“ Das öffentliche Rekrutengelöbnis der neuen Bundeswehr. Eine Militärkritik, Saarbrücken (VDM) 2008. Volltext haben wir online!

Pink Rabbit

pink.jpgEinige Leute haben ja doch ihren national-kitsch-kritischen Verstand beisammen und anläßlich des Stauffenberg-Verherrlichungsfilmes eine ganz süße Homepage zur anti-nationalen Nestbeschmutzung aufgesetzt – ganz in pink.

Militärrituale, Abt. Rezeptions/Wirkungsgeschichte, ich nehme zu Protokoll: eine Online-Rezension in einem Online-Bücherkaufportal und eine Erwähnung im Textauszug einer ansonsten nur kostenpflichtig zugänglichen Seminararbeit.

„Völker, leert die Regale!“

Produktinformation: „Die beerdigte Nation“. Hab mal wieder was aufgeschrieben, und zwar über die Pläne der Bundeswehr für eigenes Ehrenmal für die „Gefallenen“ der neuen, deutschen, nämlich militarisierten, Außenpolitik. Es wird ist als Vorwort zu einem Buch des Karin Kramer Verlags in Berlin erscheinen erschienen. Daher rufen mein Mitautor und Foto-Künstler Arndt Beck und ich gemeinsam zur Subskription zum Kauf auf: Bestellt Die beerdigte Nation – ›Gefallenen‹-Gedenken von 1813 bis heute. Weitere Informationen gibts auf der Subskriptions-Website zum Buch., dort auch das Bestellformular.

Bundeswehr liest langsam aber sicher.

Was die Bundeswehr in Form ihres „Militärgeschichtlichen Forschungsamtes“ in Potsdam von „Militärrituale“ hält, schreib sie in ihrer hauseigenen Zeitschrift – immerhin schon 2008, erst drei Jahre nach Erscheinen des Buches. Insbesondere das Fazit des Rezesenten klingt je nach Lesestandpunkt entweder hilflos oder bedrohlich. Continue Reading »

Steinewerfer = RAF = Hitler = Sitzblockade

Das sind so die geltenden Gleichungen in der BRD 2007. Mehr im Linkslog.

Schaufensterdeko: Militär und geschlechtliche Zurichtung

schaufenster-klein.jpgIm Buchladen OH*21 gibts derzeit eine militärkritische Schaufenstergestaltung. Mit dabei: Eine Installation zum Thema von Samira Fansa (siehe Foto) und das Militärrituale-Buch (im Foto unten hellblau). Den Text zur Installation gibts als PDF.

WBK: „Soldatenkörper“ (Kurzfilm, 7′, 2001)

WBK präsentiert aus gegebenem Anlaß seinen Kurzfilm aus dem Jahre 2001 „Soldatenkörper“:

Mogadischu, Somalia, Afghanistan, Kongo. Deutschland erlebt eine Renaissance des Militärischen. Mit der Berliner Republik hat sich das Verhältnis der Öffentlichkeit zum Militär geändert. Besonders deutlich wird das in Berlin, einer Stadt, in der es vierzig Jahre lang kein deutsches Militär gab und in der inzwischen wieder Rekruten gemustert und eingezogen werden, Uniformen in der Öffentlichkeit auftauchen und öffentliche Rekrutengelöbnisse stattfinden. Continue Reading »