personalheader01.jpg mois-Blog - Umzug und Oxalsäure 2016

Tag Archives: Varroa

Umzug und Oxalsäure 2016

Das ist Eintrag 48 in der Serie "Bienenkiste".

Im Winter ist ja beste Zeit zum Umstellen. So ging das am 27. Januar 2017:

Außerdem noch fürs Protokoll die Bilder von der diesjährigen Oxalsäurebehandlung

Ernte 2016, Honiganalyse: Unvermarktbar!

Das ist Eintrag 47 in der Serie "Bienenkiste".

Nachdem eine Honigernte 2015 mangels Masse ausgefallen war, ist die diesjährige Ernte im Glas. Über die Gründe für den Ernteausfall 2015 habe ich ja öffentlich spekuliert: Entweder war die Idee mit den Stoßdämpfern gut oder er hatte nochmal ganz andere Ursachen. Auf jeden Fall hat die Federung nicht geschadet. Was es mit dem Vermarktungsverbot auf sich hat

Eigentlich alles viel zu warm: Oxalsäure 2015

Das ist Eintrag 44 in der Serie "Bienenkiste".
Ringelblume, 6.1.2016

Ringelblume tiefgefroren

Jetzt ist es ja doch noch Winter geworden. Ende Dezember konnten wir das noch nicht wissen: Am 25.12.15 um 9.15 Uhr haben wir die diesjährige Oxalsäurebehandlung vorgenommen. Vorweg gingen interessante Diskussionen im Bienenkistennetzwerk [1, 2], weil es den ganzen November und Dezember (mit ausnahme zweier Nächte früh im November) viel zu warm war für die Jahreszeit (vgl. die Bilderserie mit ungewöhnlichen Dezemberblühern ganz unten). Um in einer ähnlichen Situation sicher einschätzen zu können, ob Brut im Nest ist oder nicht, habe ich jetzt auch ein Bratenthermometer bestellt: Wären wir sicher gewesen, dass es keine Brut gibt, hätten wir vielleicht noch einige Tage gewartet und den Temperatursturz Ende Dezember abgepasst – oder schon im November nachgemessen und bei Brutfreiheit die Behandlung ganz früh erledigt, hat ja auch seine Vorteile: Das Volk ist dann fast zwei Monate länger von vielen Milben befreit. Weiterlesen

Bienenkiste mit Varroaschublade

Das ist Eintrag 42 in der Serie "Bienenkiste".
Bienenkiste mit halb offener Schublade

Bienenkiste mit halb offener Schublade

Wir haben einer unserer Bienenkisten eine Varroaschublade hinzugefügt. Ziel der Übung: Wir wollen den Totenfall der Varroa aus dem Brutnest zählen, um starken Anstieg von Varroabefall direkt mitzukriegen und den Erfolg von Behandlungen messen zu können. Weiterlesen und Bilder angucken

Varroawindel für Bienenkiste

Das ist Eintrag 36 in der Serie "Bienenkiste".

Während der diesjährigen Ameisensäurebehandlung haben wir eine spezielle für die Bienenkiste angefertigte Varroawindel untergelegt. Ergebnis nach 10 Tagen: 222 tote Varroen. Ein Vergleichswert fehlt uns. Nachdem wir dieses Jahr gesehen haben, dass so eine Zählung grundsätzlich machbar ist, werden wir nächstes Jahr am gleichen Ort auch 10 Tage vor und 10 Tage nach der Behandlung die Windel unterlegen. Eine Diskussion zu diesem Experiment gibt’s im Bienenkisten-Forum.

Nachtrag Mai 2015: Jetzt gibts statt einer Varroa“windel“ eine Varroaschublade. Das Problem mit der Windel (also dem Varroaboden, wie wir ihn nach bienenkiste.de gebaut hatten) war, dass die Bienen bei unserem Messversuch 2014 das Gitter nach unten drückten, bis sie Kontakt mit dem eingelegten Papier hatten. Dieses haben sie dann weggefressen. So war uns keine vernünftige Zählung möglich.

Landbienen: Oxalsäurebehandlung

Das ist Eintrag 3 in der Serie "Ulenbienen".

Einen kurzen Nachtrag in Bildern: 22. Dezember 2012, Oxalsäurebehandlung bei den Ulenbienen, besser als in der Stadt: diesmal ohne den Zucker in der Lösung vergessen zu haben. Die Bedingungen waren durchwachsen: 14 Uhr, -4°C, bedeckt, trocken. Aber es musste sein, da mit zunehmender Tageslänge auch wieder Brut entstehen kann und der Stock für eine erfolgreiche Behandlung brutfrei sein soll. Noch kurz die Gewichtsentwicklung: Seit Mitte Oktober Kiste U1 minus 4kg und U2 minus 2,5 kg. Mehr und Bilder

Was machen eigentlich die Bienen jetzt im Winter?

Das ist Eintrag 33 in der Serie "Bienenkiste".

Das werde ich derzeit öfters gefragt. Die Antwort ist: Sie überleben in einer Heiztraube, d.h. sie sitzen je nach Temperatur mehr oder weniger eng zusammen und heizen. Die asiatische Honigbiene hat eine weitere, bizarre Verwendung für die Heiztraube. Außerdem steht, bevor die Tage wieder länger werden, die Winterbehandlung gegen die Varroa-Milbe an. Diese sog. Oxalsäurebehandlung haben wir heute durchgeführt. Ein Lapsus unterlief mir dabei: Ich habe den Zucker in der Oxalsäurelösung vergessen (Warum heißt sie auch nicht oxalsaure Zuckerlösung?!). Die Fachliteratur meint dazu: Bei geringerem Zuckeranteil (also auch ohne Zucker?) bessere Verträglichkeit, aber geringer Wirksamkeit der Behandlung. Also mal sehen. Das nächste Jahr wird’s zeigen. Weiterlesen und Bilder gucken

Bayer: Profit mit Bienensterben

Foto: GLOBAL2000

Creative Commons License Foto: GLOBAL2000

Ein sehenswerter Dokumentarfilm widmet sich dem „Geheimnis des Bienensterbens“. Auch die „Coordination gegen BAYER-Gefahren“ schlägt Alarm. Einer großen Anzahl auch neuester Studien zum Trotz verursachen laut Chemie-Multi Bayer aber nicht etwa die hauseigenen Pestizide das millionenfache Bienensterben. Die Verantwortung dafür trage vielmehr die böse Varroamilbe. Dabei wird höchstens umgekehrt ein Schuh daraus: Weil die Agrochemikalien die Tiere so schwächen, bieten sie den Parasiten eine wehrlose Angriffsfläche. Aber der Global Player im Geschäft mit den Ackergiften wehrt sich gegen diese Einsicht nicht nur, um die Vermarktungschancen für Confidor & Co. nicht zu gefährden. Er hat noch einen zweiten Grund dafür. Mit dem Pyrethroid „Bayvarol“ (Wirkstoff: Flumethrin), das er unter dem Slogan „Gesunde Bienen“ zur Varroabehandlung feilbietet, gibt er vor, das passende Mittel gegen den Milben-Befall parat zu haben. So sind die armen Bienen den Bayer-Giften gleich doppelt ausgeliefert, und das Aktienunternehmen kann aus den Folgen seiner eigenen rücksichtslosen Geschäftspolitik mit der Agrochemie ein zweites Mal Profit schlagen. Die Milben indessen stellen sich bereits auf Bayvarol ein und bilden Resistenzen aus. Ließe man stattdessen die Bienen in Ruhe, verschonte sie vor Pestiziden, wandelte die Monokulturen in kleinteiligere Pflanz- und Blühflächen, dann würden sich bienenseitig Resistenzen gegen die Milben ausprägen und verbreiten. Letzteres verhindert aber die zunehmende Industrialisierung der Imkerei mit ihrer rein ertragsorientierten, technischen Königinnenbefruchtung und dem daraus resultierenden Niedergang der biologischen Diversität innerhalb der Bienenpopulationen, wie der Dokumentarfilm am Beispiel des Bestäubungsgeschäfts in der kalifornischen Mandelindustrie zeigt.

Ameisensäurebehandlung 2012

Das ist Eintrag 32 in der Serie "Bienenkiste".

Die Pro-Deutschland-Deppen sind weitergezogen, draußen ist es für weitere Aktivitäten zu heiß, daher jetzt gibts Nachbereitungsmeldungen von den Bienen. Im Anschluss an die diesjährige Honigernte hab ich ja schon die Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe mit Ameisensäure erwähnt. Die begannen wir – trotz mittels Puderzuckermethode ermitteltem geringem Befall –  am 6. August(morgens) und führten sie bis zum 16. August (abends) bei durchgehend sommerlichem, trockenem Wetter zuende. Wobei wohl schon am 15. alles verdunstet war. Wie letztes Jahr gab es Räubereiversuche (durch Bienen und Wespen). Anders als letztes Jahr hab ich, um den Wächterinnen die Arbeit zu erleichtern, die Fluglöcher etwa um die Hälfte schmaler gemacht. Vielleicht führte das dazu, dass tote Bienen nicht mehr vollständig aus der Beute entfernt wurden und um die Verdunster herum sich Haufen toter Bienen, hauptsächlich Drohnen, ansammelten (Kiste 1: ca. zwei Dutzend, vgl. Bild 2; Kiste 2: mindestens 5 Dutzend tote Drohnen, vgl. Bild 7). Weiterlesen und Bilder gucken

Honigernte 2012

Das ist Eintrag 30 in der Serie "Bienenkiste".
Aufbau zum Sieben (nicht Filtern!) des Honigs

Aufbau zum Sieben (nicht Filtern!) des Honigs

Ein verlängertes Wochenende harte Arbeit mit den Bienen liegt hinter uns: Honig ernten (2. August morgens), Wachs abtrennen und säubern, Propolis kratzen, Tinktur herstellen, mit der Sommervarroabekämpfung (6. August morgens) anfangen. Neben der Ablenkung vom üblichen Treiben macht der Ertrag froh: 31,5 kg Honig und ca. 2 kg Wachs aus den beiden Kisten und etwa 200ml Propolistinktur (1:5 Propolis:Alc.90%) aus den gesammelten Propolisrückständen von diesem und letztem Jahr. Damit dürften wir als WG bei diesen drei Produkten jetzt auf großzügigem Selbstversorgungsniveau liegen. Zum Protokoll