Das Hirn

hab gerade mal meine webseiten aufgeräumt und dabei eine schöne geschichte gefunden, DAS HIRN (von dürrenmatt). und die geht so:

Wenn die moderne Kosmologie sich vorstellt, die Welt sei aus dem Nichts entstanden, als Explosion eines dimensionslosen Punkts, worin nicht nur alle Materie und Energie des Weltalls, sondern auch dessen Zeit und Raum zusammengezwängt waren, eine nur mathematisch mögliche Konstruktion, so können wir uns auch statt dieses rein hypothetischen Punktes ein reines Hirn vorstellen. Ein Hirn ohne Idee einer Außenwelt, weil es keine gibt; und wie das Weltall 16 Milliarden Jahre Zeit hatte, bis es seinen jetzigen Zustand erreichte, so hat dieses Hirn 16 Milliarden Jahre Zeit weiterzudenken, mehr noch, auch die Zeit, die das Weltall braucht, bis es sich ins Nichts verliert oder rückläufig wird, um wieder, eine Billion Jahre nach seiner Explosion, mit dem zusammenschrumpfenden Raum – vielleicht zwei Monate mehr oder weniger – in den dimensionslosen Punkt zurückzufallen. Zuerst wird das Hirn nur fühlen, und weil es nichts außer ihm gibt, das es zu fühlen vermag, wird es nur sich fühlen, aber da es mit nichts gespeichert ist, >>>

16. April 2005 von mois
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