CIA/BND-Foltergeschichte

05. Januar 2006 von mois
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1 Kommentar

  1. Spiegel-Online schreibt:

    Die USA und Westdeutschland haben den Aufenthaltsort des nach dem Krieg flüchtigen NS-Verbrechers Eichmann mehr als zwei Jahre verschleiert. Der US-Geheimdienst CIA wollte damit eigenen Dokumenten zufolge vor allem ein Mitglied der Adenauer-Regierung vor Enthüllungen schützen.
    Aus den gestern in Washington veröffentlichten Akten des US-Geheimdienstes geht hervor, dass die CIA bereits 1958 vom westdeutschen Geheimdienst über Eichmanns Tarnnamen und sein Versteck in Argentinien informiert wurde. Eichmann war als Leiter des zuständigen Referates in der NS-Regierung Hauptorganisator der Judenvernichtung und Protokollführer der berüchtigten Wannseekonferenz, auf der 1942 die “Endlösung der Judenfrage” beschlossen wurde.
    Der Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes (BND), die Organisation Gehlen, hätte den SS-Obersturmbannführer offenbar bereits damals fassen können, sagte der Historiker Timothy Naftali von der Universität von Virginia.

    “Das neu veröffentlichte CIA-Material deutet darauf hin, dass es auf höchster Ebene der Regierung von Konrad Adenauer Sorgen vor Aussagen über enge Mitarbeiter des Kanzlers gab, falls Eichmann festgenommen würde.”

    Die CIA habe der Bonner Regierung geholfen, einen Teil von Eichmanns Tagebuch zurückzuhalten, das Adenauers Sicherheitsberater Hans Globke belastete. Globke war wegen seiner Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus umstritten – da er unter anderem Mitherausgeber des Kommentars zu den Rassegesetzen war. Der israelische Geheimdienst kidnappte Eichmann 1960 in Argentinien und schmuggelte ihn nach Israel. Er wurde in Jerusalem wegen Verbrechen gegen das jüdische Volk verurteilt und 1962 gehängt.
    In einem weiteren, jetzt öffentlich gemachten Dokument geht es um den SS-Mann Heinz Felfe, der nach dem Krieg vom sowjetischen Geheimdienst KGB angeworben wurde und dann für die Amerikaner als Maulwurf arbeiten sollte.
    SPIEGEL ONLINE – 07. Juni 2006, 08:10
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,419970,00.html

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