Schwerter zu Pflugscharen!

Also mal ganz abgesehen vom unappetitlichen “Oi-Schland, Oi-Schland”-Gegröhle in und um Stadien und Fanmeilen: Der “Ist-doch-toll-Wir-sind-auch-wieder- ganz-normale-Party-Nationalisten”- Trend, der sich derzeit in den großen Artikeln (z.B. hier) und sogar Wirtschaftsteilen (vgl. den Kolumnisten im Wirtschaftsteil der selben Zeitungsausgabe) und überall im Straßen- und Stadtbild (unübersehbar für jeden Nicht-Blinden) Bahn bricht, macht mir nicht nur keinen Spaß.
Der Nationalisierungsschub im Gewande des vermeintlich harmlosen Party-Nationalismus ärgert mich richtiggehend, weil auch hier Zustimmung zur nationalstaatlichen Herrschaft über Nationalisierung organisiert wird. Zustimmung zu Zuständen, in denen es Beherrschte und Herrscher gibt, Benachteiligte und Profiteure… (Wem das hier zu kurz ist, der kann ja im Militärrituale-Buch (Seite 56f) nachlesen, wo das etwas ausführlicher durchargumentiert ist.)
Sichtbarer Ausdruck dieses alle gesellschaftlichen Widersprüche zukleisternden Nationalisierungsschubes ist die derzeitige (immer mit Hinweis auf die WM relativierte) Schwarz-Rot-Gelb-Flaggomanie. Dem setze ich (einigermaßen hilflos zwar, aber dennoch eben nicht tatenlos) meinen kleinen Bastelkurs in 4 Bildern entgegen:

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Bastel-Motto: Lieber zwei kleine Anarcho-Syndikalisten-Flaggen als eine große BRD-Flagge!

17. Juni 2006 von mois
Kategorien: Alltag, Exilgründe, News | Schlagwörter: , , , | 9 Kommentare

Kommentare (9)

  1. Und fahnenkritische Äußerungen in Tagesschau-online-Diskussion werden zensiert, siehe: http://de.indymedia.org/2006/06/150202.shtml

  2. Pingback: belafinster.twoday.net

  3. Meinst auch Du “Nein zum Fahnenhype!”?
    Dann unterschreib doch den Online-Aufruf der Jungen Linken Sachsen.

  4. und hier das trashig coole foundfootage collagen
    zombie-video von den Genossen der Frickelfraktion gegen den Fahnen-Hype.

  5. Pingback: Kommentare aus der AMAZONAS-Box

  6. manchmal, wenn der wind lang genug an den flaggen an all den autos gezehrt hat, geht das gold ab. es bleibt: schwarz-rot.

    der wind der zeit wird uns – auch bei dem, was die flagge symbolisiert – helfen.

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