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Peer2Peer-Geld

die piraten bzw. ihre soziale basis haben vor etwa einem jahr in reaktion auf die globale Krise mit der herausgabe einer eigenen währung reagiert. das ganze heißt bitcoin und ist peer2peer, verschlüsselt, d.h. anonym, open source, unter einer MIT-Lizenz und derzeit in der version 0.6.0 ;-). das mining, die geldschöpfung, läuft dezentral und wird belohnt (ihr könnt sogar zugunsten meines vermögens geld schöpfen). grünes geld ist das ganze jedoch deshalb noch nicht: wegen des hohen rechenaufwands beim verschlüsseln ist der stromverbrauch der dezentralen geldschöpfung wohl sogar höher als der einer zentralen zentralbank (vgl. mining). es gibt ein einführungsvideo und grundsätzliches und mehr wie immer bei wikipedia.

lässt sich gegen eine währung ohne zentralbank noch spekulieren? die basis jeder währung ist vertrauen. hier speist es sich offensichtlich aus dem glauben an die werte der open source-community: dezentralität, starke kryptographie, transparenz des codes, anonymität der user. akkumulieren lässt es sich zwar noch (aber nicht unbegrenzt: die maximale geldmenge sei durch die mining-berechnungsweise beschränkt: irgendwann seien alle errechenbaren bitcoins errechnet und dann sei schluss mit dem mining), aber die staaten melden bedenken an: ein solcher ansatz bedeute ein eldorado für geldwäscher. und: lassen sich anonyme transfers überhaupt wirksam, d.h. jenseits von freiwilligkeit, besteuern?

was hätte da bloß olle marx dazu gesagt??

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24. April 2012 von mois
Kategorien: Arbeit/Kapital/Soziales | Schlagwörter: , | 3 Kommentare

Kommentare (3)

  1. Bitcoins sind ein Bullshit-Hype. Das Zeug ist lange nicht so anonym wie es behauptet (nämlich eigentlich gar nicht) und ausserdem hat es eingebaute Deflation und funktioniert deswegen langfristig nicht als Zahlungsmittel.

  2. für einen ausstieg aus wachstum und akkumulation um der weiteren akkumuation willen wäre ein deflationäres geld doch gar nicht so schlecht, oder?
    oder gerate ich da jetzt schon auf eine ähnlich fragwürdig-schiefe ebene wie die zinskritiker?

  3. Der olle Marx hätte seiner Frau ein Handy kaufen müssen. Obwohl, das wäre gar nicht gegangen, da er ja chronisch pleite war. Hätte Jenny das wohl anschaffen müssen. ;-)

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