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Der Staat ist doof und stinkt

Musik aus Dortmund, zum Verbot des antifaschistischen Camps in eben dieser Stadt – aus einer anderen Zeit. Das Haus, wo die Band damals gewohnt hat, wurde ihnen damals, in der guten alten Zeit, wegen dringlichem Hoeschausbau abgerissen, trotzdem es von Beuys als Kunstwerk signiert war. Der Hoesch hat lange schon Schicht. An seiner Stelle befindet sich jetzt etwas Wiese zwischen jeder Menge Strassen und Wohnschränken. In Dortmund wurden in den letzten Jahren 5 Menschen von Nazis ermordet – mehr als in jeder anderen Stadt in diesem Land.

Aus der Erklärung zum Campverbot:

Etwa zehn Stunden nachdem die Kameradschaft “Nationaler Widerstand Dortmund” verboten worden ist, unterbindet die Stadt eine monatelang geplante, bundesweit beworbene Aktion gegen die Neonaziszene. Dass dies am selben Tag stattfindet, hat in diesem Land durchaus Methode. Für den Staat und seine Behörden geht die zum Teil repressive Behandlung der Neonazis mit dem Kampf gegen linke und antifaschistische Strukturen zusammen. Ihm geht es darum, Abweichung von seiner demokratischen Mitte zu unterbinden. Die Frage nach der Motivation der Abweichung stellt er nicht. Seine Extremismusdoktrin ist so tückisch wie stark.

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26. August 2012 von mois
Kategorien: Exilgründe, Popkultur, unwichtiger Kram | Schlagwörter: | Schreibe einen Kommentar

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