Beginn der Ameisensäurebehandlung

This entry is Teil 12 von 61 in the series Bienenkiste

Jetzt, nach der Honigernte, ist im Honigraum der Bienenkiste wieder Platz. Gelegenheit für die Behandlung des Schwarms mit verdunstender Ameisensäure. Mit Hilfe des „Nassenheider Verdunsters“ geht es gegen die Varroamilbe, die sich vor allem an Drohnenlarven, aber auch allen anderen Bienen im Stock, festbeißt, ähnlich einem Blutegel beim Säugetier. Bei gleicher Proportion hätte ein entsprechender “Blutegel” beim Menschen die Größe eines blutsaugenden Kaninchens. Unbehandelte Bienenvölker werden durch den Milbenbefall in der Regel so geschwächt, dass sie es nicht über den Winter schaffen. Leider kann ich nicht zählen, wie viele Milben durch die Behandlung abfallen, da der Plastikvarroaboden aus dem Imkerladen nicht zwischen die Unterkante der Wabenwände und den Boden der Kiste passt. Vielleicht baue ich für die nächste Saison einen speziell für die Bienenkiste konstruierten Varroaboden.

Im Bienenlabor beim Befüllen des Nassenheider Verdunsters mit 60%iger Ameisensäure Der Verdunster kommt von hinten in die Bienenkiste Eine Plastikfolie und das Verdunstungsvlies liegen unter

Weiterlesen…

Honigernte

This entry is Teil 11 von 61 in the series Bienenkiste

Honigernte am KinderbauernhofNach den gestrigen Vorbereitungen dann am nächsten Morgen ganz früh auf zur Ernte. Den Bien noch im Schlaf erwischen. Alles lief gut. Keine Stiche. Keine Pannen, keine Sauerei. Und am Ende sind es wohl deutlich mehr als 8 Liter Honig, die durch den Filter liefen. Die gute Ernte schon im ersten Jahr erklärt sich doppelt aus dem Wetter: Erst der warme, sonnige April und damit das frühe Schwärmen, Einlogieren und Losbauen und dann der nasse Sommer: „Wenn es nass ist, dann ist der Nektar in den Blüten flüssiger. Der Biene fällt es dann leichter, den Saft mit dem Rüssel aufzunehmen“, weiß die Westdeutsche Zeitung laut heimathonig.de. Als nächstes steht dann in den nächsten Tagen die Ameisensäurebehandlung gegen die Varroa-Milbe an. Und dann muss ich den Bien wiegen, um sicherzugehen, dass ich nicht zu viel Honig geerntet habe. Für die Berechnung dessen, was der Schwarm braucht, um über den Winter zu kommen, gibt es eine Formel. Wenn die Kiste also nicht schwer genug ist, werde ich einen Teil der Ernte zu einem Honigteig verarbeiten und wieder zurückfüttern. Und: Neben dem Honig fiel ja auch noch das Wachs der Honigwaben an. Den Sack mit Wachskrümeln (ca. 2 Kilo) habe ich ausgewaschen und werde es irgendwann sauber aufbereiten und beim Imkereibedarf eintauschen gegen entsprechend verbilligte frisch gepresste Mittelwände für die nächste Saison. Aber jetzt steht erstmal Gläser abfüllen an. Bildergalerie vom Ablauf der Ernte

Honigernte: Vorbereitungen

This entry is Teil 10 von 61 in the series Bienenkiste

Mit dem Messer schneide ich zwischen Brut- und Honigwaben entlang. Über Nacht werden die Bienen daraus eine honigfreie "Sollbruchstelle" bauen.Heute am Abend: Erntevorbereitungen, glücklich zwischen zwei Regenschauern.

Zwei Sachen gelernt, erstens: Die Kiste ZUERST aufstellen und dann den Boden abnehmen. Umgekehrt ist es viel umständlicher. Nach getaner Arbeit an der aufgestellten Kiste: ZUERST den Boden wieder aufsetzen, dann die Kiste wieder umlegen und an ihren Platz zurückstellen. Und zweitens: Zum vollständigen Öffnen der Kiste, also Aufstellen und Boden abnehmen, brauch ich die Hilfe einer zweiten Person. Die Kiste ist zu schwer, um sie alleine sicher zu handhaben, wenn sie, wie bei mir, auf zwei Europaletten steht, von denen ich sie erst runterheben muss, weil auf den Paletten für eine gekippte Kiste die Standsicherheit nicht gewährleistet ist. Mehr lesen und mehr Bilder…

Bienenmonitoring in der Kritik

Um die komplexen Ursachen für Winterverluste besser verstehen und in Zukunft vermeiden zu können, wurde 2004 ein bundesweites Kooperationsprojekt der AG der Bienenforschenden Institute gestartet. Dabei werden mehrere Jahre bei ca. 150 Imkern und 1.500 Bienenvölkern Volksentwicklung, Krankheiten, Pflanzenschutzmaßnahmen, Tracht, Klima etc. erfasst und mit evtl. Verlusten in Beziehung gesetzt. Quelle: Debimo

Vor dem Hintergrund einer dramatischen Zunahme des Bienensterbens kritisieren NABU und BUND im Frühjahr 2011 das Bienenmonitoring Weiterlesen

Zur Schwarmintelligenz

Wikipedia weiß: Schwarmintelligenz ist ein emergentes Phänomen: Spontan bilden sich neue Eigenschaften oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente. Die bienenwissenschaftliche Fachzeitschrift Apidologie („The Leading Journal Devoted to Bee Science“, vgl. Liste mit Bienenzeitschriften) kümmert sich in einer Spezialausgabe um die Grundlagenforschung zur Schwarmintelligenz der Bienen: Information flow and group decision making in social bees. Und Swarmation simuliert das ganze für Schwärme von Onliner_innen auf Pixelbasis: sehr lustig. Auch lustig, aber anders, ist, wie das neoliberal-hippe Wirtschaftsmagazin brand eins in zwei Artikeln die Naturverhältnisse zwischen den Bienen auf die menschliche (sprich: kapitalistische) Wirtschaft projeziert und damit nicht nur letztere naturalisiert, sondern erstere auf ihre Rolle als ökonomischer Faktor reduziert: Der „Superorganismus“ wird unter der Rubrik „Was Unternehmern nutzt“ abgehandelt und in einem weiteren Artikel „Führungskräften“ das „Vorbild Biene“ empfohlen.

Bienen und Gendreck

NachbarInnen eines in Rostock zerstörten Genfeldes fertigten diese Anzeige als ReaktionNoch der Versuch, mich ins Privateste, ins „Hobby“ Imkerei, zurückzuziehen, konfrontiert mich nach kürzester Zeit mit den Verhältnissen, die die Gültigkeit der Kategorie des Privaten sprengen. Ich hätte es wissen können: Schon seit November 2006 greift in den USA ein mysteriöses Bienensterben um sich. An der Ostküste verschwanden mehr als siebzig Prozent der Bienenvölker, an der Westküste sechzig Prozent. Was hat das mit DEINEN Bienen zu tun?!

Neues von den Nahkampfbienen

Gestern abend – ein gewittrig warmer Abend – wollte ich nochmal kurz ein bisschen Propolis an der Innenseite der Bienenkistenklappe abkratzen. Und prompt wurde ich zum ersten Mal richtiggehend attackiert: Innerhalb von wenigen Augenblicken hatte ich vier Stiche im Gesicht: auf Stirn, Wange zweimal und am Kinn. Gefühlt handelte es sich um gezielte schnelle Abwehrattacken einzelner Bienen, die offensichtlich nicht mit dem abendlichen Öffnen der Klappe einverstanden waren. Das hat mich überzeugt: Zur Honigernte nicht ohne Schutz über dem Kopf. Weiterlesen

Honigumschläge gegen Killerbakterien

Zur Abwechslung mal ein Gastbeitrag meines Bruders Holger (vielen Dank!):

vielleicht ist das eine meldung im bienenblog wert, was ich in einem sehr guten buch über die europäische heilpflanzentradition gelesen habe:

„Die Tradition, Honigumschläge auf spezifische Verletzungen (162) anzulegen, hat sich bis heute in der Volksmedizin in den von Kelten bewohnten Gebieten Frankreichs erhalten und findet auch in der alternativen Veterinärmedizin wieder verstärkt Anwendung.“ Weiter im Zitat.

Honigraum-Kontrolle

This entry is Teil 9 von 61 in the series Bienenkiste

Zwei Wochen nach Freigabe des Honigraums und nachdem wir vor einer Woche zum letzten Mal von hinten in die Kiste geschaut haben, hatte ich heute Schwierigkeiten, die Klappe hinten überhaupt aufzubekommen. An mehreren Stellen hatten die Bienen die Waben schon an die Klappe angebaut. Ausserdem war der Klappenschlitz rundherum komplett mit Propolis zugekleistert. Mehr Bilder anschauen.