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Bayer: Profit mit Bienensterben

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Ein sehenswerter Dokumentarfilm widmet sich dem “Geheimnis des Bienensterbens”. Auch die “Coordination gegen BAYER-Gefahren” schlägt Alarm. Einer großen Anzahl auch neuester Studien zum Trotz verursachen laut Chemie-Multi Bayer aber nicht etwa die hauseigenen Pestizide das millionenfache Bienensterben. Die Verantwortung dafür trage vielmehr die böse Varroamilbe. Dabei wird höchstens umgekehrt ein Schuh daraus: Weil die Agrochemikalien die Tiere so schwächen, bieten sie den Parasiten eine wehrlose Angriffsfläche. Aber der Global Player im Geschäft mit den Ackergiften wehrt sich gegen diese Einsicht nicht nur, um die Vermarktungschancen für Confidor & Co. nicht zu gefährden. Er hat noch einen zweiten Grund dafür. Mit dem Pyrethroid “Bayvarol” (Wirkstoff: Flumethrin), das er unter dem Slogan “Gesunde Bienen” zur Varroabehandlung feilbietet, gibt er vor, das passende Mittel gegen den Milben-Befall parat zu haben. So sind die armen Bienen den Bayer-Giften gleich doppelt ausgeliefert, und das Aktienunternehmen kann aus den Folgen seiner eigenen rücksichtslosen Geschäftspolitik mit der Agrochemie ein zweites Mal Profit schlagen. Die Milben indessen stellen sich bereits auf Bayvarol ein und bilden Resistenzen aus. Ließe man stattdessen die Bienen in Ruhe, verschonte sie vor Pestiziden, wandelte die Monokulturen in kleinteiligere Pflanz- und Blühflächen, dann würden sich bienenseitig Resistenzen gegen die Milben ausprägen und verbreiten. Letzteres verhindert aber die zunehmende Industrialisierung der Imkerei mit ihrer rein ertragsorientierten, technischen Königinnenbefruchtung und dem daraus resultierenden Niedergang der biologischen Diversität innerhalb der Bienenpopulationen, wie der Dokumentarfilm am Beispiel des Bestäubungsgeschäfts in der kalifornischen Mandelindustrie zeigt.

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01. September 2012 von mois
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