Abt. Umherschweifen

Oben-UntenFrüher (Abb. links): Der Spruch auf der Brandmauer der Köpi. Analytische Perspektive, Wahrheit für mehr als eine Generation von Widerstand. Mittlerweile zugebaut. Der Investorentraum ist aber auch schon wieder Bauruine. Ätsch.
Ich-DuHeute: (Abb. rechts): Schräg gegenüber. Die neue Perspektive, die neue Wahrheit. Ist sie uns in ihrer Tragweite schon klar? Die Ur-Trennung (noch vor der Trennung der Produzenten von den Produktionsmitteln) ist die Trennung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen dir und mir. Ohne diese Trennung ist keine Herrschaft konzipierbar (nur die Herrschaft der Natur), aber auch keine (Selbst-)Erkenntnis.Vielleicht ist der neue Spruch aber auch nur Ausdruck der Desillusioniertheit angesichts des Verlusts der Klasse im Kampf aller gegen alle. Ich bin prinzipiell von Dir getrennt in dem Moment, in dem die molekulare Konkurrenz unser Verhältnis zu dominieren beginnt.

Was trinken die Leute in Israel bzw. wem gehört das Wasser hier?

Ich wurde gefragt: Was essen denn die Leute so in Israel? Kulinarisches Interesse aber auch Interesse am materiellen Unterbau lese ich aus der Frage. Eine indirekte Antwort auf die Teilfrage ‚Was trinken die Leute denn so?‘ gibt’s im ppg-Blog (und implizit auch die Antwort auf die Frage, wer das Tote Meer verdursten läßt…)

Sind wir nicht alle irgendwie Terroristen?

Was tun, wenn Dein Kollege als vermeintlicher Terrorist verhaftet wird und Du irgendwie gar nicht so genau weißt warum ausgerechnet er und nicht doch auch Du? Wenigstens eine breite Unterstützungskampagne organisieren, in die „Erklärung zur Verteidigung“ floß meine Arbeit mit ein. Siehe auch einstellung.so36.net und annalist.noblogs.org.

G8 Heiligendamm – Holy damn it!

Im Nachhinein interessant:
Die Bezugsgruppe meiner besten FreundInnen über die falsche Frage: Wer war schuld? (an den gewalttätigen Auseinandersetzungen während der Auftaktdemo in Rostock). Für die FAZ geht die größte Bedrohung aber nicht etwa von den Militanten im sog. Schwarzen Block aus, sondern von denen, die „die ‚begrenzte Regelverletzungen‘ für legitim halten“ (vgl. Ingos Kommentar im Linkslog). Gemeint sind also die Verfechter von Zivilem Ungehorsamen wie z.B. Block G8 oder die Bombodrom-Besiedlung. Hier schießen sich die organischen Intellektuellen der Vierten Gewalt bereits auf die nächste Zielgruppe von Grundrechteabbau ein und bereiten die nächste Runde der Entgrenzung staatlicher Terrorismushetze vor.

Dementsprechend trifft auch letztere die volle Breitseite von Polizeigewalt und Repression: Tief blicken (Archäologie des sexistischen Korpsgeistes) läßt die Photographie von Polizeigekritzel an einer Rostocker Wand. Physische Polizeigewalt belegt eine Sammlung bekannt gewordener Fälle von Polizeiübergriffen gegen Gipfel-GegnerInnen. Die politische Rolle der Polizei (Unterwanderung, Delegitimierung, Zerschlagung erfolgreicher sozialer Bewegung von Innen) zeigt der mittlerweile ausführlich und zweifelsfrei dokumentierte Fall der Enttarnung und Entfernung eines Zivis und Provokateurs aus einer der Sitzblockaden am Zaun. Sehr gelungen auch der ausführliche Überblick über die diversen Repressionen gegen die Gipfel-Proteste und der Bericht der Bewegung-Rechtsanwälte vom EA/Legalteam. Eine Sammlung mit Video-Links zur massenmedialen Berichterstattung [1|2] gibts gibt’s genause wie eine interessante Analyse zur Verbreitung von Falschmeldungen und Lügen und der Bedeutungslosigkeit von Richtigstellungen.
Zum Schluss noch hörenswert: Bundeskanzlerin Merkel über die Vorzüge politischer Gewalt. Und lesenswert schließlich im Rahmen der Dabatte um die Militanz am 2. Juni in Rostock ist vielleicht noch die Dokumentation eines kritischen Textes aus dem Schwarzen Block. „G8 Heiligendamm – Holy damn it!“ weiterlesen

Wir sind alle 129a!

falls noch jemand zweifel dran hat: die bundesanwaltschaft (baw) bekennt sich (in person ihres pressesprechers) offen zum grundrechtsbruch durch ihre razzien am 9.5. in berlin und anderswo. wohngemeinschaften und offen politisch arbeitende projekte, die auch mir nicht völlig fremd sind, waren betroffen. Der BAW-Sprecher im heute-journal.

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