personalheader01.jpg mois-Blog - Politische Anthropologie

Dath, Sie ist wach: Zu teuer!

sieistwachneupreis war 2003 26€, lieferbar ist es schön länger nicht mehr. jetzt war es für einige zeit für 195€ bei booklooker.de aufgetaucht und soll jetzt noch 149€ kosten. immer noch eine sauerei. die bibliotheken gehen dazu über, nur noch bestseller anzuschaffen, die auflagen von allem anderen sind verschwindend klein, weil die kleinen verlage kein geld vorzustrecken haben, was dazu führt, dass immer wieder mal irgendwelche eigentümerschweine auf die vergoldung ihrer titel zocken können und dabei das buch wahrscheinlich nicht mal gelesen haben (lesespuren schaden bekanntlich dem wert!). um den gebrauchswert (in dem fall den lesbaren inhalt) der bücher geht es gar nicht mehr. hoffentlich kauft keiner bis es wieder einen wirklich realistischen gebrauchtbuchpreis hat. Weiterlesen

Militärrituale: Auf der Suche nach der Finanzierung einer Übersetzung

Ich suche Sponsoren für eine englischsprachige Ausgabe von Militärrituale. Mehr dazu in englischer Sprache…

Coole Methoden

Schon mal eine Diss schreiben gewollt und nicht gewusst wie? Oder total genervt vom herrschenden Methodenimperativ: möglichst objektiv, möglichst quantitativ? Also im Grunde doch gewusst, aber am Mainstream vorbei, nämlich an allen wichtigen Stellen (Prof./Stiftung/sonstige Autorität), denen kritische Theorie mit qualitativ ausgewerteter Empirie zu wenig „methodisch“ ist? Hier ist das ultimative Gegenmittel. Methodikfetischisten mit ihren eigenen Waffen schlagen: Kannonier-Finster/Ziegler 1998. Nur 8 MB. Nur hier.

Pierre Clastres: Staatsfeinde

Politische Anthropologie vom Feinsten, aus dem Frankreich der 70er, Suhrkamps Übertragung des Titels ins Deutschsprachige: etwas reißerisch. Besser wäre die wörtliche Variante: Die Gesellschaft gegen den Staat. Eine Bestandsaufnahme der großartigen (und leider weitgehend vernichteten) Soziodiversität Südamerikas. Clastres argumentiert und liefert Beispiele: Die Waldgesellschaften Südamerikas – und nicht nur kleine Stammesgruppen – hatten bis zu ihrer Vernichtung durch die Kolonisatoren diverse Vergesellschaftungsmodelle entwickelt, die Vermachtung und Staatwerdung institutionell dauerhaft vorgebeugt und verhindert haben – im Gegensatz zu den Andengesellschaften mit ihren hierarchischen Staatsgebilden, die unser sogenannten Zivilisation systemisch so viel näher stehen und u.a. daher unser Bild dieser Zeit in dieser Region dominieren.

Eine großartige Forschungsperspektive, ein großartiges Buch, nicht mehr erhältlich beim Verlag, nur noch ab und zu online-antiquarisch und dann zum wilden Marktpreis von um die 45 Euro. Und da ich mein geliehenes Exemplar jetzt schließlich nicht länger behalten durfte, nicht mit einer baldigen Neuauflage rechne und da ich keine Druckerei habe, um mir selbst ein Exemplar nachzudrucken, stelle ich ein digitales Exemplar in meine virtuelle Bibliothek…

Inhalt | Kapitel 1 | Kapitel 2&3 | Kapitel 4&5 | Kapitel 6 | Kapitel 7-11

Alles in einer Zip-Datei (ca. 18 MB)