Labournet: Arbeitskämpfe von unten



hab eben mal den labournet-newsletter abonniert. kann nicht schaden. filter hilfts zu ordnen und die arbeit ist ja doch im kapitalismus der einzige wirklich hebelpunkt. und labournet macht ja in dem bereich ganz gute info- und organisierungsarbeit. die lassen sich nämlich nicht von den grossen gewerkschaften dumm machen.

Himmelsberg-Stollen

bin angekommen in Zweibr√ľcken. h√§tt beinah den zug verpasst heute morgen um 7.26, weil eine viertelstunde kein taxi skalitzereckemanteuffel vorbeikam.

hier ist rush-hour. schlimmer als in berlin. weil alle straßen nur einspurig sind. naja. wenigstens flutscht der digitale highway.

√ľbrigens: in den himmelsberger stollen, die auf der zw-homepage gefeatured werden, bin ich schon als 13 j√§hriger mit meinem besten kumpel sven eingebrochen. ein anderer freund, den wir aber dann zuhause liessen, weil er uns zu viel schw√§tzte, hatte uns vorher √ľber seinen vater in der stadtverwaltung die vermessungsversion der karte besorgt, die hier nur gezeichnet online ist. irgendwann ist der kontakt zu sven dann abgebrochen. ich glaube noch was sp√§ter wurde er dann … nein, kann ich nicht sagen. wir haben uns dann wohl einfach auseinandergelebt. auf jeden fall war das in den stollen voll hardcore. wir haben n√§mlich eine schwarz-magische opferstelle gefunden. Das volle programm: stern, friedhofslichter (einige noch brennend!) und ein halb verkohlter teddyb√§r!

naja, wir haben uns in der weiteren erkundung der h√∂hlen eher auf das andere ende des h√∂hlensystems konzentriert…

Wo soll das noch hinf√ľhren…

Noch eine traurige Meldung:

Soziale Unsicherheit l√§sst Bundesb√ľrger stinken…

Die deutschen Verbraucher haben in diesem Jahr bei K√∂rperpflegeprodukten und Waschmitteln kr√§ftig gespart. Nach einem Plus im Vorjahr gingen die Ums√§tze mit K√∂rperpflegeprodukten um 1,7 Prozent auf 11 Milliarden Euro zur√ľck, berichtete der Branchenverband am Donnerstag in Frankfurt. Die Pro-Kopf-Ausgaben verringerten sich von 136 auf 134 Euro. Die hohe Arbeitslosigkeit, Zweifel an der Zukunft der Sozialsysteme und geringere Einkommen h√§tten die Konsumlaune der Verbraucher auch im Bereich K√∂rperpflege deutlich getr√ľbt. Wenigstens zeigen Gesundheitsreform und Praxisgeb√ľhren Wirkung: Denn einzige Wachstumsbringer sind derzeit die Zahn- und Mundpflegemittel. Die Erl√∂se mit diesen Produkten legten um 2,2 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zu. (Quelle: dpa)

Kochbuck

Die Basis aller K√ľchenwirtschaft ist eine Rezeptesammlung. Sie muss spontan und √ľberall, am besten global zur Hand sein. Und sie muss die Rezepte in kompakter aber intuitiv nachvollziehbarer Form aufbereitet haben. All das gibt es schon l√§nger: n√§mlich unsrer „Omas Kochbuch“.

Und die Empfehlung f√ľr Einsteiger: Hackfleischtopf. Nat√ľrlich mit Reis. Muss ich ja eigentlich nicht dazu sagen.

Armee der Michael-Heinrich-Klone

in seinem Text „Wo wohnt der Wert? Was bringt die Krise?“ schimpft der Autor „Mauseb√§r“ auch einmal mehr √ľber die Krise der Linken. M√ľsst ihr nicht unbedingt in G√§nze lesen. Unbedingt lesenswert aber folgender Ausschnitt:

„Jedem, der auf lebensweltliche Details der Fundamentalkrise hinweist, wird achselzuckend erwidert, ob man sich denn vom Kapitalismus ein sch√∂nes Leben erwartet h√§tte? Es ist die dummfreche Arroganz der Vollinformierten, Abgekl√§rten mit der wieder und wieder jede Krisenempirie verdr√§ngt wird. Nur merkw√ľrdigerweise werden dieselben Leute um so empiriegeiler, wenn es gegen die geht, die sich die finsteren Zumutungen des Krisenkapitalismus‚Äô nicht l√§nger gefallen lassen wollen. Da wird jede Anti-Hartz-Demonstration, ja jedes dumme Schild und jeder bl√∂de Spruch auf ihr Gegenstand heftigsten Abscheus. Die jetzt so schwer Emp√∂rten seien zur√ľckgefragt: Was habt ihr denn erwartet? Wohlangezogene Marxkenner, immer ein paar Adorno-Zitate auf den Lippen? Gar eine Armee aus Michael-Heinrich-Klonen mit Streetfight-Erfahrung?“

Was gehtn so in der Rubrik Alltag

√úber die Rubrik Alltag:

Hier kommen auch ab und zu Kochrezepte her, die es nicht in Omas Kochbuch geschafft haben. Auch Verfeinerungen von oder einfach Erlebnisberichte √ľber Rezepte aus der Rezeptdatenbank geh√∂ren hierher.

Update 25.1.05:

Da ich mich ja (gezwungenermaßen) viel mit Technikkram im Computerbereich beschäftige, werd ich Rezepte aus dem Bereich auch in diese Rubrik reinpacken.

Rasterbator

Kaum zu glauben: Nimm Dein Lieblingsfoto, schick es durch den Rasterbator, gib die gew√ľnschte Ausgabegr√∂√üe (in Metern!) an, druck die pdf-Datei aus, die der Rasterbator aus Deinem Bild errechnet hat und plakatier damit die n√§chste Plakatwand/Brandmauer/Mauergedenkst√§tte o.√§. Grossartige Netztechnik.

(Vergiss aber nicht, dass Dein Foto zusammen mit Deiner IP-Nummer dabei geloggt worden sein k√∂nnte. Keine Ahnung f√ľr wen das wichtig sein k√∂nnte. Ging mir nur so durch den Kopf.)

Jan 2010, es kommt besser: die Standalone- bzw. Offline-Version.

Unsichtbare Mauer

Berliner Zeitung meldete am 16.11.04:

Ostdeutsche verzichten auf Urlaubsreisen. Geldmangel zwingt zum Urlaub im eigenen Heim“. 2004 h√§tten immerhin 29 Prozent der Ossis auf eine Reise verzichtet.

Mois meint dazu: Immerhin ist der Verzicht bei Geldmangel total freiwillig, oder? Sonst g√§be es ja gar keinen Unterschied mehr zum Reiseverzicht vor dem Fall der Mauer…

Soma

die angst-soma – und da besonders der artikel √ľber kollektive/netzwerke ging mir ja gerade gut rein.

wenn so ein sch√∂ner schreib-ort auftaucht, gilt f√ľr’s todo: vielleicht mal was f√ľr’s n√§chste heft (fr√ľhjahr) selber schreiben. thema: grenzen. da sollte doch was zu machen sein! und ganz wichtig: daf√ľr gibt’s wieder garantiert kein geld…